"Was für ein schönes Fundament!" Hast du so einen Satz jemals gehört?
- nicolerubisch
- 9. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Heute habe ich das zehnte Kapitel meines Romans geschrieben. Es ist alles da, was ich für die Reise meiner Heldin Leni brauche.
Und plötzlich war Leere in mir. Nicht, weil mir nichts einfallen würde oder weil ich keine Lust mehr aufs Schreiben habe. Sondern weil ich zum ersten Mal seit Monaten innegehalten habe.
In den letzten Monaten ist unglaublich viel passiert. Ich habe mein erstes Buch veröffentlicht, ich habe eine Website aufgebaut, ich hauche der Marke PURE RUBY Leben ein und habe begonnen, regelmäßig Blogartikel zu schreiben.
Ich habe mein Partnerinnen-Netzwerk erweitert, neue Kontakte geknüpft, viele Gespräche geführt und neue Geschichten entstehen lassen. Ich arbeite an meinem Unternehmen und spinne Ideen für weitere Erzählungen und neue Helden.
Und trotzdem sitze ich heute da und denke: "Warum fühlt sich das gerade so leer an?"
Dann sehe ich ein Bild vor Augen...
Wenn wir ein neu gebautes Haus betreten, bewundern wir die Einrichtung. Die Fenster, den Garten, die Küche, den Lebensraum... Aber niemand sagt: „Wow. Was für ein schönes Fundament.“
Dabei ist genau das Fundament das Wichtigste am ganzen Haus.
Es trägt alles, was später sichtbar wird. Vielleicht ist es im Leben genauso.
Die Aufbauphase fühlt sich oft unspektakulär an.
Sie besteht aus vielen kleinen Entscheidungen: aus Aufbruch, aus Zweifeln, aus Mut
und aus sehr langen Tagen.
Arbeit, die niemand sieht.
Erst heute wird mir bewusst, dass genau das in den letzten Monaten entstanden ist.
Ein Fundament. Vielleicht sollten wir uns selbst viel öfter anerkennen – nicht erst dann, wenn andere den Erfolg sehen.
Ich bin gerade – wie so viele andere Menschen – dabei, etwas Tragfähiges zu erschaffen
und ich finde, wir sollten uns viel öfter sagen: „Wow, was für ein schönes Fundament.“




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