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Als ich mich wieder an meinen ersten Berufswunsch erinnerte

  • nicolerubisch
  • 7. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Ich bin berührt. Mein erstes Buch „Alles in dir ist gut“ hat das Licht der Welt erblickt. Aber es ist gar nicht die Veröffentlichung selbst, die mich gerade am meisten berührt.


Es sind meine Gedanken rund ums Schreiben. Mit 16 kam in der Schule immer wieder die Frage auf: „Was möchtest du einmal werden?“


Ich weiß nicht einmal mehr, ob ich es laut ausgesprochen habe. Vielleicht im Psychologie-Unterricht. „Ich möchte Kinderbücher schreiben.“

Das war viele Jahre mein Berufswunsch. Irgendwann habe ich ihn vergessen.


Vielleicht, weil ich auf mich selbst vergessen hatte. Vielleicht auch, weil die Welt der Schriftstellerinnen in unserer Gesellschaft nicht unbedingt als der Weg gilt, der Sicherheit, Ansehen oder finanziellen Erfolg verspricht.


Also begann ich, andere Wege zu gehen.

Ich studierte Sprachen. Ich entschied mich für ein Fächerbündel aus Europasprachen, Wirtschaft und Recht. Danach begann ich ein Jusstudium. Ich dachte, Juristin zu werden sei vernünftig. Ein Beruf, den man überall brauchen kann…

Natürlich ging dieser Plan nicht auf. Er hat mich schlicht nicht interessiert.


Durch ein Praktikum bei der „Grazer Woche“ fand ich schließlich doch zum Schreiben.

Und heute, Jahrzehnte später, sitze ich an meinem Schreibtisch und erinnere mich plötzlich an die 16-jährige Nicole, die Kinderbücher schreiben wollte.


Was für ein bewegender Moment. Heute würde ich dieses Mädchen ermutigen. Ich würde sie ernst nehmen. Ich würde ihr sagen, dass sie diesen Traum nicht loslassen soll.

Vielleicht ist genau das die Arbeit mit dem inneren Kind – oder vielleicht mit der inneren Jugendlichen –, über die ich auch in „Alles in dir ist gut“ schreibe.


Vielleicht geht es manchmal gar nicht darum, ein anderer Mensch zu werden. Sondern sich daran zu erinnern, wer man einmal war. – Und diese Person heute liebevoll an die Hand zu nehmen.


Für mich beginnt jetzt mein Autorinnensommer.

Ich freue mich darauf, an meinem „Zauberbuch – wie Leni zu Helena wurde“ weiterzuschreiben. Und irgendwann möchte ich mit meinem Familienbuch „Der fliegende Delfin“ einem Wunsch gerecht werden, den eine 16-Jährige einmal ganz selbstverständlich ausgesprochen hat.


„Ich möchte Bücher schreiben!“ Vielleicht war dieser Wunsch nie verschwunden. Vielleicht hat er einfach nur darauf gewartet, wieder gehört zu werden.

Heute ist ein guter Tag.


Ich wünsche euch einen wundervollen Sommer!

Hier findet ihr den Link zu meinem Buch „Alles in dir ist gut“.




Alles in dir ist gut ist als gebundene Ausgabe, Taschenbuch und E-Book erhältlich
Alles in dir ist gut ist als gebundene Ausgabe, Taschenbuch und E-Book erhältlich

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